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Investitionen in erneuerbare Energien steigen
Erneuerbare Energien werden zunehmend wichtiger. Nicht erst seit der Katastrophe im japanischen Fukushima haben die Länder in aller Welt schon vor Jahren erkannt, dass sich die Investition in erneuerbare Energien mit Blick auf die zukünftige Energieversorgung rentiert. Seit dem Jahre 2004 haben sich die Investitionen um sagenhafte 540 Prozent gesteigert. Betrug der Anteil in den Entwicklungsländern 2004 noch ein Viertel der Gesamtinvestitionen, ist er bis Ende 2010 derart angestiegen, dass die Länder der Dritten Welt inzwischen die Industrienationen überholt haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Global Trends in Renewable Energy Investment 2011, die im Auftrag des Londoner Wirtschaftsdienstes Bloomberg New Energy Finance, der UNEP und der Frankfurt School of Finance & Management erstellt und kürzlich in Frankfurt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Zahlen sind beeindruckend: Waren 2009 immerhin schon 160 Milliarden Dollar investiert worden, erhöhte sich die Zahl für das Jahr 2010 um ein Drittel auf 211 Milliarden Dollar. Der Anteil der Entwicklungsländer betrug davon 72 Milliarden Dollar, die Industrienationen gaben dagegen nur 70 Milliarden Dollar aus. Dabei kam das Geld vor allem Großprojekten zugute und wurde in Beteiligungen an Firmen, die erneuerbare Energien entwickeln, gesteckt. Der größte Investor auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ist China. Das Land förderte vor allem Windkraftanlagen mit 48,9 Milliarden Dollar. In Deutschland betrugen die Investition 41,2 Milliarden Dollar, mit denen in erster Linie neue Solaranlagen auf Hausdächern gefördert wurden. Damit belegt Deutschland den zweiten Platz im internationalen Vergleich, gefolgt von den USA, die mit 34 Milliarden Dollar ihre Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelten.
Eine Fortsetzung dieses Trends ist auch für die nächsten Jahre zu erwarten. Schätzungen gehen davon aus, dass sich in Deutschland die Investitionen für erneuerbare Energien im Jahre 2020 noch einmal verdoppeln werden. Wie sich der vom Deutschen Bundestag beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie auswirken wird, darüber liegen noch keine Schätzungen vor. Es ist aber davon auszugehen, dass der Verzicht auf Atomkraft einen weiteren Investitionsschub nach sich ziehen wird.
Inflationsrate im Mai leicht gesunken
Sie ist der Schrecken aller Vermögenden: die Inflation. Bedingt durch die Inflation wird ein nominell gleich bleibender Geldbetrag real weniger wert. Wird das Geld nicht mit ausreichend hoher Rendite angelegt, also einer Rendite die über die Inflationsrate liegt, so verliert man effektiv Geld. Betroffen sind davon vor allem Anlageformen mit geringen Zinsen.
Nach der Finanzkrise war und ist weiterhin eine hohe Inflationsrate zu erwarten. Das hat aus ökonimscher Sicht zwei Gründe: Erstens steigt in Zeiten des Aufschwungs nach einer Wirtschaftskrise zyklisch bedingt das Preisniveau und damit entsteht Inflations. Zweitens wird die Situation durch die Schuldenkrise der Staaten verschärft. Inflation hilft Kreditschuldern, die reale Schuld schrumpft dadurch im Verhältnis zum Einkommen bzw. dem BIP. Daher heißt es entweder sparen oder eine steigende Inflation in Kauf nehmen – und von Sparbemühungen von Staaten wie Griechenland ist momentan niemand überzeugt.
Aus diesem Grund befürchten viele eine sehr hohe Inflationsrate, wie sie nach den 1990er-Jahren in Europa nicht mehr gesehen wurde. Schon in den letzten Monaten zog die Inflation deutlich an. Etwas überraschend kommen nun die Meldungen über eine gesunkene Inflationsrate im Mai.
Erstmals seit 9 Monaten gab es im Mai 2011 in Deutschland wieder einen leichten Rückgang der Inflationsrate. Die Inflation betrug im Mai im Jahresvergleich nur noch 2,3 Prozent – es handelt sich daher auch nur um einen minimalen Rückgang im Vergleich zum bisherigen Hoch von 2,4 Prozent; aber zumindest ist die stetige Aufwärtstendenz damit vorerst einmal eingebremst. Ein dauerhaftes Ende der steigenden Inflationsraten ist jedoch äußerst unwahrscheinlich.
In der Verteilung auf verschiedene Produktklassen ergibt sich ein differenziertes Bild. Der Trend der teurer werdenden Lebensmittel hält weiterhin an. Reisen sind hingegen billiger geworden – was für viele Urlauber, die bereits reserviert haben, allerdings zu spät kommen wird. Pauschalreisen wurden gar 6,7 Prozent billiger. Dass die Lebenshaltungskosten ingesamt konstant geblieben sind, liegt vor allem an sinkenden Energiepreisen und Rohstoffpreisen. Wenn diese früher oder später wieder steigen, so ist wieder ein deutlicher Anstieg der Inflations zu berfürchten. Anleger sollten sich daher frühzeitig darauf einstellen.